Rhein Main-Presse 16. Juli 2014
WIESBADEN – (red). Aus seinen Wiesbadener Jahren hat
der Darmstädter Bildhauer Thomas Duttenhoefer die Mappe „Schlachthof“
mit 24 Radierungen, gedruckt von R. Spiegel 1990, am vergangenen
Wochenende ins Archiv der Wiesbadener Kunstarche eingebracht.
Als Student der Fachhochschule Wiesbaden hatte
Duttenhoefer in seinem Examenssemester 1972 im Schlachthof direkt in die
Metallplatten gezeichnet. Mit dem Auge des Bildhauers hatte er die am
Haken hängenden Ochsenleiber in stereometrische Formen gebannt.
Duttenhoefer ließ in kreisenden Linien dabei ein bildnerisches Gedenken
an die frühere Kraft der toten Körper entstehen. Felicitas Reusch,
Vorsitzende der Kunstarche, freut sich, dass diese wertvollen Blätter
wieder an den Ort ihrer Entstehung nach Wiesbaden zurückkommen.
100. Vereinsmitglied.
Duttenhoefer ist das 100.
Mitglied des Vereins und hatte die Arche bereits bei ihrer Gründung mit
eigenen Werken bestückt. So kamen von ihm seine Porträtplastiken des
Bildhauers Erwin Schutzbach, des Malers Alo Altripp und des
Kunsthistorikers Ulrich Gertz ins Archiv.

