Frankfurter Rundschau 11. Nov. 2014
Von Arne Löffel
Der
gemeinnützige Verein der „Kunstarche Wiesbaden“ hat sich seit der
Gründung im November 2012 zum beliebten Treffpunkt der Kunstszene
entwickelt Geld und Liebe wurde in die Räume der Kunstarche
investiert. Hier zeigt der Verein in schöner Regelmäßigkeit, welch
kreative Kraft in ihr steckt. Heute wie damals.
„Wir führen das Archiv der Wiesbadener Künstlerschaft“, erklärt Felicitas Reusch, Vorsitzende
der 102 Mitglieder starken Kunstarche. Der Verein sammelt die Werke der
Wiesbadener Künstler. Das Archiv des Vereins speist sich laut Reusch
oftmals aus Nachlässen. „Wir haben gerade 40 Gemälde, Aquarelle und
Grafiken aus dem Nachlass von Johannes Ludwig erhalten“, berichtet die
Kunsthistorikerin. Bei der Verkaufsaktion der Kunstarche gibt es einige
Bilder zum Schnäppchenpreis.
Der
Verein finanziert sich laut Reusch hauptsächlich aus Spenden und
Beiträgen von Mitgliedern. „Etwa 3400 Euro pro Jahr kommen von den
Mitgliedsbeiträgen“, berichtet sie. Die Stadt Wiesbaden stelle die Räume
inklusive der Nebenkosten im Stadtarchiv zur Verfügung. „Telefon und
Internet zahlen wir aber selbst“, so Reusch.
Um dem Kulturamt aber nicht noch mehr auf der Etat-Tasche zu liegen, organisiert der Verein nun seine erste Verkaufsausstellung.
„Unsere
Vereinssatzung sieht vor, dass wir auch Werke zu marktüblichen Preisen
zum Verkauf anbieten“, betont die Vereinsvorsitzende. Im Zuge der ersten
Verkaufsausstellung werde einige Werke allerdings zum Schnäppchenpreis
angeboten. Die zwei hier abgebildeten Zeichnungen aus der Feder von
Heiner Rothfuchs wurden als Illustrationen in Büchern veröffentlicht. 70
Euro kosten sie jedenfalls. Rothfuchs, Buch, Kliesch hat die Kunstarche im Angebot.
Laut
Reusch hätte man diese etwa DIN-A-4 – großen Rothfuchs-Bilder auch
teurer verkaufen können. Allerdings hoffe der Vorstand des Vereins im
Hinblick auf weitere Verkaufs-Veranstaltungen auf einen gewissen
Werbeeffekt. Die Zeichnungen werden mitsamt den Rahmenträgern verkauft
und können daheim sofort aufgehängt werden.
Aber
nicht nur Werke von Heiner Rothfuchs, sondern auch Arbeiten der
bekannten Wiesbadener Künstler K.H. Buch, Dieter Kliesch, Thomas
Duttenhoefer und Peter Lörincz, darunter viele Radierungen, werden
käuflich erwerbbar sein. Die Einnahmen sollen nach Reusch für
Kommunikationsmittel wie Einladungen und Bilderrahmen verwendet werden.
